Möglich gemacht wurde diese besondere Begegnung durch das ehrenamtliche Engagement von Sandra Weiß im Seniorenzentrum St. Elisabeth Eningen unter Achalm. Als Teil der Kreisjägervereinigung Reutlingen setzen beide sich dafür ein, Natur- und Wildtierwissen für Menschen jeden Alters erlebbar zu machen. Mit viel Herzblut organisierten sie den Besuch und ermöglichte den 80 teilnehmenden Bewohnerinnen und Bewohnern damit einen außergewöhnlichen Einblick in die Welt der Greifvögel.
Schon beim Betreten des Gartens zog der eindrucksvolle Falke alle Blicke auf sich. Mit seiner majestätischen Erscheinung, den scharfen Augen und seinem ruhigen Wesen vermittelte der Vogel einen unmittelbaren Eindruck von der Schönheit und Kraft der Natur. Viele Bewohner nutzten die Gelegenheit, den Falken aus nächster Nähe zu betrachten und mehr über sein Leben zu erfahren.
Im Mittelpunkt des Besuchs stand die Falknerei – eine jahrtausendealte Tradition, bei der Greifvögel ausgebildet und in enger Partnerschaft mit dem Menschen gehalten werden. Die Falknerei gilt als immaterielles Kulturerbe der Menschheit und verbindet Wissen über Natur, Tierhaltung und einen respektvollen Umgang mit den Tieren.
Ise Hirsch erklärte anschaulich, wie viel Geduld, Fachwissen und tägliche Pflege erforderlich sind, um eine vertrauensvolle Beziehung zu einem Greifvogel aufzubauen. Anders als viele Haustiere bleibt ein Falke stets ein Wildtier. Die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Vogel beruht daher nicht auf Gehorsam, sondern auf gegenseitigem Vertrauen und Respekt. Die Bewohner hörten aufmerksam zu und stellten zahlreiche Fragen rund um Haltung, Training und Lebensweise der Greifvögel.
Besonders bewegend waren die Erinnerungen, die der Besuch bei vielen Seniorinnen und Senioren weckte. Geschichten aus der Kindheit, Beobachtungen heimischer Wildtiere und Erlebnisse in Wald und Flur wurden miteinander geteilt. So entstand ein lebendiger Austausch, der den Nachmittag zu einem besonderen Gemeinschaftserlebnis machte.
Der Besuch des Saker-Falken zeigte eindrucksvoll, wie wertvoll solche Naturerlebnisse im Alltag eines Pflegeheims sein können. Sie fördern Gespräche, wecken Erinnerungen und schenken Momente des Staunens. Ein besonderer Dank gilt daher Ise Hirsch und Sandra Weiß, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement diesen außergewöhnlichen Nachmittag ermöglicht haben. Für die Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenzentrum in Eningen unter Achalm wird dieser Besuch noch lange in guter Erinnerung bleiben.



